Rosmarin Salbe – bei kalten Füßen und Händen

Gerade im Winter neigen viele Menschen zu kalten Füßen und Händen. Für diesen Fall können wir uns die durchblutungsfördernden Inhaltsstoffe des Rosmarins zu nutze machen. Eine Rosmarin Salbe kannst du im Handumdrehen selber herstellen und an kalten Tagen als Hand- und Fußscreme nutzen.

Rosmarin Salbe selber herstellen

Rosmarin Salbe selber herstellen – So wird’s gemacht!

Für ca. 120 ml Salbe benötigst du:

  • 50 ml gutes Pflanzenöl. Ich verwende Olivenöl. Du kannst aber auch Sonnenblumenöl, Jojobaöl oder ein Öl deiner Wahl nutzen.
  • 50 ml Rosmarinwasser – Wie du es herstellst erfährst du weiter unten
  • 18 g Lanolin (wasserfrei, möglichst Bio-Qualität) – bekommst du in der
    Apotheke. – Alternativ Sheabutter für eine vegane Salbe
  • 6 g Bienenwachs oder 4-5 g Carnaubawachs für eine vegane Salbe
  • Aquakons bzw. Biokons: das ist ein rein pflanzlicher, biologisch abbaubarer Konservierungsstoff
  • Ätherisches Rosmarinöl: 35 – 40 Tropfen

Bienenwachs bekommst du in der Apotheke. Alle anderen Zutaten bekommst du alternativ auch in guten Online Shops. Zum Beispiel hier für Österreich oder hier für Deutschland (unbezahlte Verlinkung aus Überzeugung).

Schritt 1: Rosmarinwasser herstellen

Ein Bestandteil der Rosmarin Salbe ist ein Rosmarinwasser. Du stellst es her, indem du 1 Hand voll Rosmarinblätter mit 1/2 L heißem (einmal aufgekochtem) Wasser übergießt und 4-5 Stunden ziehen lässt. Diesen Sud kannst du ebenfalls als durchblutungsfördernden Badezusatz für ein Hand-oder Fußbad verwenden oder als wunderbar klärendes Gesichtswasser. Mit 2 Tropfen ätherischem Rosmarinöl verstärkst du die Wirkung noch. Die Wirkung auf die Haut ist reinigend und glättend bei normaler bis fettiger Haut.

Rosmarinwasser

Schritt 2: Fett und Wachs schmelzen

Erwärme das Olivenöl in einem feuerfesten Glas (Marmeladeglas) vorsichtig in einem Wasserbad und schmelze darin das Lanolin und das Bienenwachs (Carnaubawachs) unter Rühren. Wenn sich beides vollständig im Öl aufgelöst hat, stelle das Glas beiseite.
Für die vegane Variante der Salbe schmilzt du zuerst das Carnaubawachs im Öl und dann die Sheabutter in dem Öl-Wachs Gemisch nachdem du es etwas auskühlen lässt. Die Sheabutter sollte nicht über 40 °C erwärmt werden.

Schritt 3: Rosmarinwasser dazu mischen

Dieser Schritt ist der heikelste. Du muss etwas vorsichtig vorgehen, damit sich das Rosmarinwasser und die Fette gut Mischen. Es soll eine so genannten Emulsion entstehen, also die typische Konsistenz einer Creme. Zuerst erwärmst du das Rosmarinwasser kurz im Wasserbad, bis es etwa die gleiche Temperatur des mittlerweile ein bisschen ausgekühltem Öl-Wachs-Gemisch hat. Wenn beide Flüssigkeiten in etwa die selbe Temperatur haben kannst du mit dem Mischen beginnen. Füge vorher noch die notwendige Menge Konservierungsstoff in das Rosmarinwasser (z.B.: bei Aquakons sind das 6%, also 7,2 ml, Bei Biokons 24 Tropfen).
Rühre nun nach und nach das Rosmarinwasser in die Öl-Wachs-Mischung. Verwende dazu am besten einen Handmixer oder einen Mixstab (bzw. Milchaufschäumer-Stab). Rühre noch so lange, bis die Creme eine schöne, weiche Konsistenz hat. Sobald die Emulsion entstanden ist kannst du händisch weiter rühren. Füge nun das ätherische Rosmarinöl dazu und verrühre es gut. Fülle die fertige Rosmarin Salbe in steril-saubere Tiegel ab.

Anwendung

Bevor du die Rosmarin Salbe das erste Mal benutzt solltest du unbedingt einen Verträglichkeitstest machen. Trage dazu eine kleine Menge der Salbe in der Innenseite der Ellenbeuge auf und warte mehrere Stunden ab. Beobachte, ob eine Rötung, Juckreiz oder Brennen auftritt. Falls nicht, solltest du die Salbe gut vertragen. Sei beim ersten Mal anwenden dennoch vorsichtig.
Die Rosmarin Salbe kannst du als durchblutungsfördernde Pflegecreme für Hände und Füße verwenden. Aufbewahrung & Haltbarkeit: Die Rosmarin Salbe sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Unter Verwendung des Konservierungsstoffes und bei sauberer Entnahme ist sie ca. 3 Monate haltbar.

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Ich wünsche euch viel Freude beim Nachmachen!

Franziska

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