Die Taubnessel ist ein sehr reichhaltiges Wildgemüse. Sie enthalten viel Eiweiß, Flavonoide, Gerbstoffe, Kalium, Zink, Vitamin A, B und C und Kieselsäure. Alle Taubnessel Arten sind essbar. Bitte lasst möglichst viele für die Hummeln stehen. Ich verwende sie entweder klein geschnitten in meinen frischen Wildkräutermischungen – die kommen als Topping auf diverse Speisen – in Dips, Smoothies oder gekocht in Suppen, Aufläufen und wie Spinat gedünstet. Allerdings immer in Mischungen mit anderen Kräutern wie Brennnessel und Giersch. In den Mischungen dosiere ich die Taubnessel eher gering. Aber ich möchte sie keinesfalls missen!

Mein Lieblingsrezept sind gebackene Taubnesselblüten. Ein Dessert, das an die Oma denken lässt. Habt ihr es schon mal probiert?

REZEPT GEBACKENE TAUBNESSELBLÜTEN

Variante 1: klassisch mit Palatschinkenteig (Pfannkuchenteig)

  • 100 g glattes Mehl
  • 1 Ei
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • mit ca. 100 ml Mineralwasser mit einem Schneebesen zu einem dickflüssigen Teig rühren.

Variante 2: mit Tempurateig – himmlisch knusprig

  • 40 g Stärkemehl, 30 g glattes Mehl
  • 1 Eiweiß
  • 1 Messerspitze Natron
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • 1 Prise Salz mit ca. 80 – 100 ml Weißwein oder Prosecco mit dem Schneebesen zu einem dickflüssigen Teig verrühren.
    Tipp: kurz vor dem Backen 1-2 Eiswürfel in den Teig geben. Je kälter der Teig ist desto knuspriger wird er.

ZUBEREITUNG

Taubnesselblüten nicht waschen. Die oberen Teile der Taubnessel (mit den Blüten) durch den Teig ziehen und im heißen Fett schwimmend goldbraun herausbacken. Zwischendurch einmal wenden. Die fertigen Backblüten etwas abtupfen und mit Staubzucker (Puderzucker) bestreuen.

Bon Appétit!

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Haftungsausschluss: Jede Anwendung der hier genannten Rezepte muss im Vorfeld mit einem Arzt abgeklärt werden. Die Anwendung von Heilpflanzen ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Die Autorin übernimmt keine Verantwortung für mögliche folgen einer Anwendung. Nicht für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder geeignet.